Archiv der Kategorie: Aktuelles

Coronakrise – Zwischenstand

Liebe Mandanten,

wir haben unsere telefonische Erreichbarkeit wieder etwas gelockert und sind zwischen 10 – 12h und 17 – 18h erreichbar.

Unser Eindruck vom Zwischenstand ist erstaunlich gut. Es wurden zahlreiche Corona-Soforthilfe Anträge, Arbeitslosengeld 2 Anträge, Kurzarbeitergeld Anträge, Erstattungen nach Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht und Mandanten mit diversen Rückfragen dazu betreut, um nur mal einen Auszug zu nennen.

Zudem wurden noch die steuerlichen Maßnahmen wie Vorauszahlungs-Anpassungs-Anträge, Steuerstundungs-Anträge, und berichtigte Sondervorauszahlungen abgearbeitet.

Wir konnten durch unsere gut aufgestellten Sofortmaßnahmen sogar Neumandate gewinnen, was uns besonders freut.

Negatives gibt es natürlich auch zu berichten…

Schwierig haben sich die unterschiedlichen Regelungen und Maßnahmen von Bundesland zu Bundesland gestaltet.

Die geringen Informationen zur NRW-Soforthilfe, waren neben dem überlastetem Server, auslösend für Komplikationen bei Beantragung und Auszahlung. Leider wurden, seit nunmehr fast 4 Wochen, Zahlungen trotz Bewilligungsbescheid an vereinzelte Mandanten noch nicht geleistet. Diese Mandanten stehen unter enormen finanziellen Druck. Nach Rücksprache mit dem LKA wurden diverse Anfangsverdachtsfälle durch diese Komplikationen ausgelöst, die zwar entkräftet werden konnten, aber trotzdem zu Zahlungsstockungen geführt haben.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei meinem Team bedanken, das ohne Krankenstand einen tollen Einsatz geleistet hat, um unseren Mandanten in diesen schwierigen Zeiten zu helfen.

Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei den Mitarbeitern der Finanzverwaltung, dem Jobcenter, der Bezirksregierung, Bankmitarbeitern und dem LKA für die schnelle und unbürokratische Abwicklung der gemeinsamen Themen.

Sandro Hanisch
Steuerberater

Bild: Björn Fey

Coronakrise – Sofortmaßnahmen

Liebe Mandanten,

um die Sofortmaßnahmen zur Coronakrise zeitnah neben unseren Standardaufgaben auf den Weg bringen zu können, müssen wir unsere Arbeit besonders fokusieren und sind vorerst telefonisch nicht erreichbar.

Sie können uns gerne per E-Mail unter info@sandro-hanisch.com oder per Fax 02405 4067268 kontaktieren. Nennen Sie bitte im Betreff den Grund Ihres Anliegens, z.B. „Corona“, „laufende Buchhaltung“, „Lohn“, oder „Steuererklärung/Jahresabschluss“, sowie eine Telefonnummer mit möglichst großem Zeitfenster in dem Sie erreichbar sind.

Ihre Anfragen werden von uns stetig und nach der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet.

Zu dem Thema Coronakrise haben wir bereits über 14 Maßnahmen für Sie vorbereitet, die auch schnell auf den Weg zu bringen sind.

Wir bitten alle Mandanten ohne Liquiditätsprobleme um Verständnis, falls es aktuell bei uns „mal etwas länger dauert“, aber bitte bedenken Sie, dass es gerade jetzt bei vielen anderen Mandanten um die Existenz geht.

Sandro Hanisch
Steuerberater

Bild: Björn Fey

Die trockene Brötchenfrage wurde beantwortet!

Die Richter des FG Münster beschäftigte erneut eine Grundsatzfrage, die sich jeder Steuerpflichtige morgens stellt:

Ist ein trockenes Brötchen und ein Kaffee ein Frühstück, oder eine Aufmerksamkeit?

Der Unterschied liegt darin, ob das Frühstück als Sachbezug besteuert werden muss, oder ob die Aufmerksamkeit (bis 60€ im Monat) unbesteuert bleiben kann.

Allerdings betrifft es auch nur die Steuerpflichtigen, die ihr Frühstück vom Arbeitgeber spendiert bekommen.

Auch wenn die Entscheidung eher pro Steuerpflichtiger zu werten ist, kann man die Argumentation zu Lebenssachverhalten der Richter nur schwer nachvollziehen. Die Entscheidung am Brötchen-Belag oder Aufstrich festzumachen, zeigt möglicherweise einen ebenso trockenen Humor.

http://www.rp-online.de/leben/ratgeber/urteile/gerichtsurteil-trockenes-broetchen-und-kaffee-sind-kein-fruehstueck-aid-1.7119402

Umsatzsteuerbefreiung einer Fahrschule

Umsätze einer Fahrschule können nach Art. 132 Abs. 1 Buchst. j MwStSysRL steuerfrei sein. Dies hat das FG Baden-Württemberg in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes entschieden ().

Hintergrund: Art. 132 Abs. 1 Buchst. j MwStSysRL befreit „den von Privatlehrern erteilten Schul- und Hochschulunterricht” von der Umsatzsteuer.

Sachverhalt: Die Antragstellerin ist eine GmbH. Der Alleingesellschafter der GmbH ist einziger Geschäftsführer und Fahrlehrer der Antragstellerin. Die Ausbildung umfasst die Fahrerlaubnisklassen A (Krafträder) und B (PKW). Der Unterricht wird überwiegend in der Fahrerlaubnisklasse B erteilt. Seit dem berechnet die Antragstellerin keine Umsatzsteuer mehr. Das FA dagegen behandelte die Fahrschulumsätze als steuerpflichtig.

(Quelle: NWB Datenbank Online-Nachricht – Montag,

Flüchtlingshilfe – Vereinfachung für Spender und Vereine

Vereinfachte Flüchtlingshilfe für Spender und Vereine geht in die Verlängerung!

Spender können den Belegnachweis durch Bareinzahlungsbeleg oder Kontoauszug erbringen.

Vereine dürfen unabhängig vom Satzungszweck Spenden für Flüchtlinge sammeln und auch ihre unverbrauchten Mittel zu Unterstützung von Flüchtlingen verwenden.

Weitere Informationen hierzu unter:

http://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/637946/

 

Ferrari bringt vor dem Finanzgericht zumindest einen roten Kopf!

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Vor dem Finanzgericht Baden-Württemberg wurde am 05.10.2016 der nächste Ferrari Fall abgeschmettert, indem der vollumfängliche Vorsteuerabzug versagt wurde. Sicherlich nicht nur, weil der Richter eine geheime Vorliebe für Porsche hatte.

Bei Sportwagen herrscht somit immer mehr Beratungsbedarf, sofern diese auch als Firmenwagen genutzt werden sollen.

https://www.trialog-unternehmerblog.de/2016/10/28/italienischer-sportwagen-gegen-deutschen-fiskus/

Firmen-Kfz Behandlung bei Nutzung eines Wechselkennzeichens

Kleine Anekdote zur täglichen Berufspraxis…

Befragt man drei Leute zu einem Steuerthema, erhält man drei unterschiedliche Auskünfte. Die Frage ist nur, welche Auskunft man am liebsten umsetzen möchte. Anfang November konnte im Rahmen eines Seminars ein Richter des BFH zu allgemeinen Themen befragt werden. Diese Möglichkeit bietet sich Steuerberatern nicht so oft im Berufsleben, also haben sich die anwesenden Steuerberater auf weltwirtschaftliche Themen mit grundsätzlicher Bedeutung eingeschossen, da es einem Telefonanruf beim Lieben-Herrgott gleichzustellen ist. Leicht „selbst-motiviert“ kam alles zur privaten Kfz-Nutzung eines Firmenwagens…

Man konnte schnell in der Fragerunde vermuten, wer welches Auto fährt und wie oft. Aber interessant war es trotzdem. Also fragte ein Kollege den BFH Richter: „Gilt die 1% Regelung auch bei Saisonkennzeichen?“ Der Richter bejahte die Frage kurz und knapp. Ein junger aufstrebender Steuerberater war damit aber nicht zufrieden zu stellen und fragte den Richter: „Wie sieht es bei Wechselkennzeichen aus?“. Der Richter sichtlich genervt von den eigenmotivierten Fragen: „Wenn Sie keine 1% Regelung nutzen wollen, machen Sie doch einfach ein Fahrtenbuch.“

So so… das sah der Bundestag vier Tage später schon ganz anders. Die gleiche Frage wurde dem Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Michael Meister am 10.11.14 gestellt. Dr. Meister erläuterte zu Beginn erst einmal den Grundsatz, dass für jedes Fahrzeug das privat genutzt werden kann die 1% Regelung anzuwenden ist. Ausnahme vom Grundsatz lt. Dr. Meister:

1) Ausschluss der Nutzungsmöglichkeit durch Personen der Privatsphäre des Arbeitnehmers (auch Gesellschafter-Geschäftsführer)

2) Nutzung eines Wechselkennzeichens

Jetzt darf sich jeder selbst überlegen, welcher Rechtsauffassung man sich anschließen möchte.